Der exakte Entwicklungsprozess von Flemmli
Flemmli benötigt exakt Level 16, um die erste Entwicklungsstufe,
Jungglut, zu erreichen. Dieser Prozess basiert ausschließlich auf dem Sammeln von Erfahrungspunkten (EP) durch Kämpfe, EP-Teiler oder den Einsatz von EP-Bonbons.
Die finale Entwicklung zu
Lohgock findet auf Level 36 statt. Im Gegensatz zu vielen anderen Feuer-Pokémon erfordert diese Evolutionslinie keinen Feuerstein, keine speziellen Tageszeiten und keinen hohen Freundschaftswert.
Das absichtliche Abbrechen der Entwicklung durch die B-Taste oder das Tragen eines Ewigsteins bietet hier keinen strategischen Nutzen. Während einige Pokémon in ihrer Basisform Attacken früher erlernen, erhält
Lohgock durch den Levelaufstieg oder TM-Zugang rechtzeitig alle relevanten Angriffe. Ein Verzögern kostet lediglich wertvolle Statuswerte in der Kampagne.
Kompetitives Urteil: Lohgocks Rolle als Sweeper (9/10)
Im kompetitiven Metagame erhält
Lohgock eine klare 9/10-Wertung. Seine primäre Rolle ist die eines physischen Setup-Sweepers oder Late-Game Cleaners. Diese Einstufung verdankt es fast ausschließlich seiner Versteckten Fähigkeit Temposchub.
Temposchub erhöht Lohgocks Initiative am Ende jeder Runde um eine Stufe. Dadurch umgeht es seinen mittelmäßigen Basis-Initiative-Wert von 80 und überholt nach nur einer Runde nahezu das gesamte ungebuffte Metagame. Die Standard-Fähigkeit Großbrand ist im kompetitiven Spiel hingegen völlig nutzlos, da sie den Initiative-Nachteil nicht ausgleicht.
Mit einem Basis-Angriff von 120 schlägt
Lohgock extrem hart zu. Sobald es einen Schwerttanz erfolgreich einsetzt, verdoppelt sich dieser Wert. Ab diesem Punkt fungiert es als Wallbreaker, der selbst physisch defensive Pokémon mit seinen STAB-Attacken (Same Type Attack Bonus) vom Typ Feuer und Kampf massiv unter Druck setzt.
Matchups: Stärken, Schwächen und Konter
Lohgocks größter Vorteil ist sein Snowball-Potenzial. Ein unvorbereiteter Gegner verliert das Spiel oft direkt nach einem erfolgreichen Setup. Attacken wie Flammenblitz und Nahkampf bieten eine hervorragende neutrale Typenabdeckung, die nur von wenigen Pokémon resistiert wird.
- Vorteile: Zerstört defensive Stahl- und Unlicht-Cores mühelos. Zwingt den Gegner durch die ständige Initiative-Steigerung zu reaktivem Spiel.
- Nachteile: Sehr fragile Verteidigungswerte. Der Rückstoßschaden von Flammenblitz in Kombination mit Leben-Orb-Schaden minimiert Lohgocks Überlebenszeit auf dem Feld erheblich.
Die effektivsten Konter gegen
Lohgock sind defensive Wasser/Gift- oder Wasser/Psycho-Typen.
Aggrostella (Toxapex) absorbiert beide STAB-Attacken problemlos und kann mit Dunkelnebel die Statusveränderungen zurücksetzen.
Lahmus (Slowbro) überlebt selbst geboostete Angriffe und droht mit einem sofortigen KO durch Psychokinese oder Siedewasser.
Zusätzlich ist
Lohgock extrem anfällig für Prioritätsattacken. Da Temposchub nur die reguläre Initiative beeinflusst, schlagen Attacken wie Wasserdüse von
Azumarill, Turbotempo von
Dragoran oder Sturzflug von
Fiaro vor
Lohgock ein und nutzen seine geringe physische Defensive gnadenlos aus.
Das optimale Moveset und EV-Training
Das Standard-Moveset für
Lohgock erfordert zwingend die Attacke Schutzschild. Diese wird in der ersten Runde eingesetzt, um den gegnerischen Angriff sicher abzuwehren und den ersten, kostenlosen Temposchub-Boost zu garantieren. Erst danach ist
Lohgock schnell genug für die Offensive.
Die restlichen Attacken bestehen aus Schwerttanz, Flammenblitz und Nahkampf. Schwerttanz wird eingesetzt, wenn der Gegner zu einem Wechsel gezwungen ist. Flammenblitz und Nahkampf sind die primären Schadensquellen, wobei der Rückstoßschaden von Flammenblitz durch den enormen Output gerechtfertigt wird.
Bei den Effort Values (EVs) ist eine Verteilung von 252 Punkten auf den Angriff und 252 Punkten auf die Initiative Pflicht. Als Wesen wird meistens 'Froh' (Initiative +, Spezial-Angriff -) gewählt, um nach einem Boost auch Gegner mit Wahlschal sicher zu überholen. Ein 'Hartes' Wesen (Angriff +, Spezial-Angriff -) maximiert den direkten Schaden, birgt aber das Risiko, von extrem schnellen Bedrohungen überholt zu werden.
Zuchtmechaniken für Temposchub
Da Temposchub eine Versteckte Fähigkeit ist, besitzt ein regulär im hohen Gras gefangenes Flemmli diese nicht. Spieler müssen ein Exemplar aus speziellen Tera-Raids fangen oder ein Fähigkeiten-Pflaster (Ability Patch) verwenden, um Großbrand dauerhaft in Temposchub umzuwandeln.
Sobald ein
Flemmli,
Jungglut oder
Lohgock die Versteckte Fähigkeit besitzt, kann diese durch Zucht weitergegeben werden. Wird das Pokémon mit einem
Ditto in die Pension oder beim Picknick gepaart, besteht eine 60-prozentige Chance, dass das schlüpfende
Flemmli ebenfalls Temposchub besitzt. Dies ist essenziell für das Züchten perfekter IV-Werte (Individual Values).
Hinweis: Pokedex.me ist ein inoffizielles Fan-Projekt und steht in keiner Verbindung zu Nintendo oder Game Freak. Alle mechanischen Daten basieren auf In-Game-Tests der aktuellen Generationen.
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Häufige Fragen zur Flemmli-Entwicklung
Kann sich Flemmli durch einen Feuerstein entwickeln?
Nein. Die gesamte Entwicklungsreihe von Flemmli über Jungglut zu Lohgock basiert ausschließlich auf dem Erreichen bestimmter Level (16 und 36). Entwicklungssteine haben hier keinen Effekt.
Welche Fähigkeit ist für Lohgock am besten?
Temposchub ist die mit Abstand beste Fähigkeit. Sie erhöht die Initiative am Ende jeder Runde um eine Stufe, was Lohgock im kompetitiven Spiel zu einem gefährlichen Sweeper macht. Großbrand ist strategisch irrelevant.
Kann man die Versteckte Fähigkeit von Flemmli züchten?
Ja. Wenn ein Elternteil (oder das Flemmli in Kombination mit einem Ditto) die Versteckte Fähigkeit Temposchub bereits besitzt, wird diese mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 % an das geschlüpfte Ei weitervererbt.
Ist Lohgock ein physischer oder spezieller Angreifer?
Lohgock wird primär als physischer Angreifer gespielt. Mit einem Basis-Angriff von 120 und Zugriff auf die Attacke Schwerttanz teilt es physisch massiven Schaden aus, auch wenn sein Spezial-Angriff (110) ebenfalls hoch ist.





