Lapras (Kompetitiv)
Lapras ist situativ brauchbar, glänzt aber vor allem im NU-Tier (NeverUsed) als defensiver Pivot oder Setup-Sweeper. In der Hauptstory ist es dank enormer Kraftpunkte hervorragend. Im Ranked-PvP leidet es jedoch unter vielen defensiven Schwächen und erfordert zwingend Hazard-Control-Support durch das Team.
Fazit
Lapras ist ein nostalgischer Tank, dessen kompetitiver Nutzen in aktuellen Generationen stark auf spezifische Nischen im NU-Tier limitiert ist.
Wertung 6/10 · Tier NU (NeverUsed) in Karmesin/Purpur · Rolle : Bulky Setup-Sweeper / Defensiver Pivot
Stärken
- Hervorragende Coverage durch Gefriertrockner gegen gegnerische Wasser-Pokémon.
- Immunität gegen Wasser-Attacken und passive Heilung dank der Fähigkeit H2O-Absorber.
- Zugang zu Drachentanz für überraschende physische Setup-Sweeps.
- Zugang zu Prioritäts-Attacken (Eissplitter), um die niedrige Initiative auszugleichen.
Schwächen
- Massive Schwäche gegen Tarnsteine, was Plateauschuhe oft zwingend erforderlich macht.
- Niedrige Basis-Initiative lässt es fast immer als Zweites agieren.
- Die Eis-Typisierung bringt fatale defensive Schwächen gegen Kampf, Gestein und Elektro mit sich.
- Wird von speziellen defensiven Walls wie
Zytomega komplett gestoppt.
Lapras Basiswerte
BESTE KONTER
GRÖßENVERGLEICH
SPRITE-GALERIE
Tier & Rolle im aktuellen Metagame
Lapras ist im aktuellen Metagame von Karmesin & Purpur fest im NU-Tier (NeverUsed) verankert. Mit einer Nutzungsrate von etwa 4,2 % ist es weit entfernt von den Top-Tiers, erfüllt aber in seiner Nische eine sehr spezifische und wertvolle Rolle. Die Kombination aus Wasser und Eis ist offensiv hervorragend, defensiv jedoch ein zweischneidiges Schwert.
Seine Hauptrolle variiert zwischen einem defensiven Pivot und einem Setup-Sweeper. Dank seiner enormen Kraftpunkte kann
Lapras Treffer einstecken, an denen andere Pokémon sofort scheitern würden. Die Fähigkeit H2O-Absorber ist hierbei der entscheidende Faktor. Sie verleiht
Lapras eine komplette Immunität gegen Wasser-Attacken und heilt es bei Treffern.
Panzerhaut ist eine situative alternative Fähigkeit, um kritische Treffer zu vermeiden, wird aber in der Praxis meist von H2O-Absorber in den Schatten gestellt. Wer
Lapras spielt, muss akzeptieren, dass es kein Allrounder für jedes Team ist. Es benötigt ein Team, das explizit um seine Schwächen herum aufgebaut ist.
Die besten kompetitiven Movesets
Um im NU-Tier erfolgreich zu sein, verlässt sich
Lapras auf ein paar sehr spezifische Sets. Das Drachentanz-Set macht es zu einem gefährlichen physischen Sweeper. Nach einem Drachentanz überholt es viele defensive Bedrohungen und teilt massiven Schaden aus.
- Drachentanz-Sweeper: Nutzt Drachentanz, Eisspeer, Erdbeben und Eissplitter. Der Gezinkte Würfel garantiert, dass Eisspeer immer vier- bis fünfmal trifft.
- Defensiver Pivot: Setzt auf Überreste oder Plateauschuhe mit Gefriertrockner, Surfer und Schutzschild.
- Offensivweste: Tauscht Status-Attacken gegen pure Spezialverteidigung (Gefriertrockner, Surfer, Eissplitter), ideal um spezielle Angreifer zu kontern.
Eissplitter ist auf fast jedem physischen Set Pflicht. Diese Prioritätsattacke umgeht die katastrophale Initiative von
Lapras und erlaubt es, geschwächte, schnellere Gegner auszuschalten. Gefriertrockner ist das Herzstück der speziellen Sets, da es Wasser-Pokémon sehr effektiv trifft, die
Lapras ansonsten blockieren würden.
Meilensteine und vorteilhafte Matchups
Lapras glänzt besonders, wenn es in vorhersehbare Wasser-Attacken einwechseln kann. Ein kluger Wechsel in einen gegnerischen Surfer heilt
Lapras durch H2O-Absorber und zwingt den Gegner zum Handeln. Gegen bulkige Wasser-Tanks, die normalerweise schwer zu knacken sind, ist Gefriertrockner eine absolute Geheimwaffe.
Ein weiterer starker Einsatzzweck ist das Brechen von defensiven Cores durch Abgesang in Kombination mit Schutzschild. Dies zwingt extrem defensive Gegner zum Auswechseln und stört den gegnerischen Rhythmus massiv. Der Beulenhelm kann auf defensiven Sets genutzt werden, um physische Angreifer wie Kehrtwende-Nutzer passiv zu bestrafen.
Wenn
Lapras einmal einen Drachentanz aufgesetzt hat, wird Eisspeer in Kombination mit dem Gezinkten Würfel zu einer verheerenden Waffe, die auch Delegatoren mühelos durchbricht. Erdbeben bietet dabei die perfekte Coverage gegen Stahl- und Feuer-Pokémon, die Eis-Attacken ansonsten problemlos wegstecken würden.
Gegen passive Teams, die sich auf Statusveränderungen verlassen, kann
Lapras dank seines massiven Bulks und der Überreste oft lange genug auf dem Feld bleiben, um Löcher in die gegnerische Verteidigung zu reißen.
Wahre Schwächen und Konter
Die Realität ist jedoch, dass
Lapras mit massiven Problemen zu kämpfen hat. Die Eis-Typisierung bringt fatale Schwächen gegen häufige Kampf-, Gesteins-, Elektro- und Pflanzen-Attacken mit sich. Besonders Tarnsteine sind ein Albtraum. Ohne Plateauschuhe verliert
Lapras bei jedem Einwechseln ein Viertel seiner Lebenspunkte.
Zytomega ist der absolute Hard-Counter im NU-Tier.
Lapras kann
Zytomega kaum nennenswerten Schaden zufügen, während dieses sich in Ruhe heilen oder ein Setup starten kann. Spieler müssen
Zytomega zwingend mit anderen Teammitgliedern aus dem Weg räumen, bevor
Lapras sicher agieren kann.
Die niedrige Basis-Initiative bedeutet, dass
Lapras fast immer als Zweites agiert. Gegen starke physische Kampf-Angreifer wird es oft besiegt, bevor es überhaupt reagieren kann. Offensivwesten-Sets helfen zwar enorm gegen spezielle Angreifer, lassen
Lapras aber extrem anfällig für physischen Druck.
Zudem ist
Lapras stark von seinen Items abhängig. Verliert es seine Plateauschuhe durch Abschlag, wird es durch Entry-Hazards schnell zermürbt. Verliert es den Gezinkten Würfel, wird der Eisspeer unzuverlässig und der physische Sweep scheitert.
Optimale Teampartner und Synergien
Ein erfolgreiches
Lapras erfordert exzellente Teampartner. Da Tarnsteine sein größter Feind sind, ist Hazard-Control zwingend erforderlich.
Fruyal ist hier ein fantastischer Partner. Es kann nicht nur mit Turbodreher das Feld säubern, sondern fängt auch Pflanzen- und Elektro-Attacken ab.
Rotom-Hitze bildet einen exzellenten defensiven Core mit
Lapras. Rotom-Hitze bedroht Stahl- und Pflanzen-Pokémon, während
Lapras Wasser-Attacken absorbiert.
Washakwil bietet eine weitere Möglichkeit zur Hazard-Kontrolle via Auflockern und profitiert davon, dass
Lapras Eis-Attacken für es neutralisiert.
Golgantes und
Myriador runden das Team ab.
Golgantes blockt Elektro- und Kampf-Attacken und bringt dringend benötigten physischen Druck mit, um
Zytomega zu bedrohen.
Myriador kann Giftspitzen auslegen, was defensive Sets von
Lapras extrem gefährlich macht, da es Gegner durch Schutzschild ausstallen kann.
Fruyal: Hazard-Control (Turbodreher) und Resistenz gegen Pflanze/Elektro.- Rotom-Hitze: Defensiver Pivot, der Stahl-Pokémon unter Druck setzt.
Golgantes: Physischer Wallbreaker mit Elektro- und Kampf-Immunität.
Myriador: Setzt Giftspitzen für Stall-Taktiken.
In-Game und Story-Performance
Wenn man den kompetitiven Bereich verlässt und sich auf die Hauptstory konzentriert, ändert sich das Bild drastisch. In einem normalen Spieldurchlauf ist
Lapras ein absolutes Monster. Sein gigantischer KP-Wert bedeutet, dass man deutlich weniger Heiltränke verbraucht als bei zerbrechlicheren Teammitgliedern.
Surfer ist nicht nur eine starke Attacke im Kampf, sondern oft auch essenziell für die Fortbewegung in der Spielwelt. Die Kombination aus starken Wasser- und Eis-Attacken reicht aus, um einen Großteil der Story-Gegner problemlos und sehr effektiv zu besiegen.
Die niedrige Initiative fällt im In-Game-Bereich kaum ins Gewicht, da die KI selten optimierte Teams mit maximalen Initiative-Werten nutzt. Für Casual-Spieler ist
Lapras daher immer eine sichere und verlässliche Wahl, die das Team stabilisiert und harte Bosskämpfe vereinfacht.
Zu vermeiden, wenn... und Alternativen
Man sollte
Lapras im Ranked-PvP (OverUsed oder VGC) definitiv meiden. In den höheren Tiers wird es von schnelleren, härter zuschlagenden Bedrohungen völlig deklassiert. Wenn das Team einen schnellen Sweeper oder einen reinen Wallbreaker benötigt, ist
Lapras die falsche Wahl.
Ohne verlässliche Hazard-Kontrolle im Team wird
Lapras mehr zur Belastung als zum Nutzen. Wenn man keinen Platz für Plateauschuhe hat und das Team keinen Turbodreher- oder Auflockern-Nutzer wie
Fruyal oder
Washakwil besitzt, sollte man auf
Lapras verzichten.
Als Alternative bieten sich reine Wasser-Pokémon an, die keine Tarnsteine-Schwäche besitzen und eine bessere defensive Typisierung aufweisen. Wer einen reinen Wasser-Tank sucht, ist oft mit anderen, spezialisierteren Optionen besser beraten, es sei denn, man benötigt zwingend die Eis-Coverage durch Gefriertrockner oder die Immunität durch H2O-Absorber.
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Weitere Analysen
Häufige Fragen zu Lapras
Ist Lapras gut in kompetitiven Kämpfen?
Lapras ist im NU-Tier (NeverUsed) sehr stark, fällt aber in höheren Tiers wie OU stark ab. Es glänzt als defensiver Pivot oder Setup-Sweeper mit Drachentanz, benötigt aber zwingend Teampartner, die Tarnsteine vom Feld entfernen.
Was sind die größten Schwächen von Lapras?
Die Eis-Typisierung macht Lapras extrem anfällig für Gestein, Kampf und Elektro. Tarnsteine ziehen ihm bei jedem Einwechseln 25 % seiner KP ab. Zudem ist seine niedrige Initiative ein massives Problem gegen schnelle offensive Teams.
Welches Item ist das beste für Lapras?
Das hängt vom Moveset ab. Plateauschuhe sind essenziell, um Tarnsteine zu ignorieren. Der Gezinkte Würfel ist Pflicht für das Drachentanz-Set mit Eisspeer. Defensive Varianten nutzen oft Überreste oder die Offensivweste.
Wie kontert man Lapras am besten?
Zytomega ist der beste Konter im NU-Tier, da Lapras ihm keinen Schaden zufügen kann. Ansonsten sind starke physische Kampf-Angreifer oder das Auslegen von Tarnsteinen die effektivsten Methoden, um Lapras schnell aus dem Spiel zu nehmen.
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