Habitak (In-Game & PvP)
Nein, für kompetitives PvP ist
Habitak völlig unbrauchbar, aber im Story-Modus (In-Game) ist es ein starker Early-Game-Angreifer. Es entwickelt sich bereits auf Level 20 zu
Ibitak und schaltet früh mächtige STAB-Attacken wie Bohrschnabel frei. Ab dem Mid-Game fällt es jedoch wegen extrem niedriger Defensivwerte und fehlender Coverage stark ab.
Fazit
Habitak glänzt in den ersten Spielstunden durch hohes Tempo, wird aber später zur reinen VM-Ressource degradiert.
Wertung 4/10 · Tier C-(In-Game) · Rolle : Physischer Early-Game Sweeper / VM-Nutzer
Stärken
- Sehr frühe Entwicklung zu
Ibitak auf Level 20 bringt einen massiven Power-Spike. - Zugang zu Bohrschnabel, einer starken STAB-Attacke ohne Rückstoßschaden.
- Hoher Initiative-Wert für das Early-Game, überholt fast alle frühen Routen-Gegner.
- Nützliche Boden-Immunität und Resistenzen gegen Käfer und Pflanze.
Schwächen
- Unterirdische Defensivwerte machen es extrem anfällig für neutralen Schaden.
- Wird im Late-Game von fast jedem anderen Flug-Pokémon (
Dodri,
Staraptor) outclassed. - Kein nennenswertes Movepool abseits von Normal- und Flug-Attacken (Null Coverage gegen Stahl).
- In aktuellen kompetitiven Formaten (VGC/Singles) schlichtweg nicht existent.
Basiswerte & Kampf-Performance
BESTE KONTER
GRÖßENVERGLEICH
SPRITE-GALERIE
Tier & Rolle: Ein aggressiver Start mit Verfallsdatum
Habitak besetzt in den klassischen Editionen und Remakes wie Strahlender Diamant und Leuchtende Perle (BDSP) die Rolle des physischen Early-Game-Sweepers. Seine Normal/Flug-Typisierung ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bietet sie eine wertvolle Boden-Immunität und nützliche Resistenzen gegen Käfer und Pflanze. Andererseits wird
Habitak durch Gestein-, Elektro- und Eis-Attacken extrem schnell bestraft.
Mit einer Basis-Initiative von 70 und einem Angriff von 60 überholt und besiegt
Habitak auf den ersten Routen fast jeden Gegner. Für ein unentwickeltes Pokémon sind das hervorragende offensive Startwerte. Das Problem liegt jedoch in der fehlenden Langlebigkeit.
Die Defensivwerte sind katastrophal niedrig. Selbst neutrale physische Treffer von gleichleveligen Gegnern zwingen
Habitak oft direkt zum Auswechseln. Es ist ein reines 'Hit-and-Run'-Pokémon, das Gegner mit einem Schlag ausschalten muss, um überhaupt auf dem Feld zu überleben.
Vergleich der Startwerte
Im direkten Vergleich mit anderen frühen Flug-Pokémon wie
Taubsi oder
Hoothoot schlägt
Habitak einen deutlich aggressiveren Weg ein.
Taubsi ist defensiv etwas stabiler, braucht aber ewig, um offensiv relevant zu werden.
Habitak hingegen liefert ab Level 1 sofort ab, bezahlt diesen frühen Vorteil aber mit einem massiven Leistungsabfall im späteren Spielverlauf.
Movesets & Entwicklung: Der Level-20-Power-Spike
Der größte strategische Vorteil von
Habitak ist seine extrem frühe Entwicklung zu
Ibitak auf Level 20. Dieser Moment markiert einen enormen Power-Spike im Story-Modus.
Ibitak erreicht sofort eine stark erhöhte Basis-Initiative und einen soliden Angriff, was es für den mittleren Spielverlauf zu einer ernstzunehmenden Bedrohung macht.
Das Attackenrepertoire ist stark auf STAB-Angriffe (Same-Type Attack Bonus) fokussiert.
Habitak verlässt sich früh auf Schnabel und Furore, bevor es Zugriff auf sein wichtigstes Werkzeug erhält: Bohrschnabel. Diese Attacke definiert Habitaks gesamten Wert im Spiel.
Das optimale In-Game Moveset
Für einen effizienten Playthrough in Spielen wie Let's Go,
Pikachu/
Evoli oder BDSP sieht das ideale Set so aus:
- Bohrschnabel: Eine der besten physischen Flug-Attacken im Spiel. Hohe Stärke, perfekte Genauigkeit und kein Rückstoßschaden.
- Kehrtwende (U-turn): Essenziell, um Momentum zu generieren und
Habitak aus ungünstigen Matchups zu retten. - Rückkehr (Return) / Risikotackle: Der stärkste Normal-STAB. Rückkehr skaliert mit Freundschaft, Risikotackle bringt massiven Schaden auf Kosten von Rückstoß.
- Stahlflügel / Ruheort: Stahlflügel bestraft Gesteins-Pokémon auf dem Wechsel, während Ruheort theoretisch Heilung bietet (auch wenn
Habitak meist zu fragil dafür ist).
Leider endet die Nützlichkeit des Movepools genau hier.
Habitak und
Ibitak lernen kaum brauchbare Coverage-Attacken. Ohne Zugriff auf Nahkampf oder Erdbeben werden Stahl- und Gesteins-Pokémon zu unüberwindbaren Mauern, die
Habitak komplett ausbremsen.
Meilleurs usages: Habitak im Kanto- und Johto-Playthrough
Im Story-Modus der Kanto- (Feuerrot/Blattgrün, Let's Go) und Johto-Spiele (HeartGold/SoulSilver) ist
Habitak eine hervorragende Wahl für die ersten fünf bis sechs Spielstunden. Es dominiert Käfer-Sammler im Vertania-Wald und besiegt frühe Pflanzen-Gegner mühelos.
Besonders gegen Arenaleiterin Erika (Pflanze) glänzt
Habitak (bzw.
Ibitak zu diesem Zeitpunkt). Ein schneller Bohrschnabel reicht meist aus, um ihr gesamtes Team im Alleingang zu zerlegen. Auch gegen Bruno in den Top Vier kann
Ibitak dank seiner Flug-Attacken gegen dessen Kampf-Pokémon punkten, sofern es nicht von einem gegnerischen Steinkante-Treffer erwischt wird.
Der Kenia-Tausch in Johto
In Johto ist
Habitak durch den In-Game-Tausch (das berühmte
Habitak 'Kenia' mit dem Brief) besonders attraktiv. Tausch-Pokémon erhalten einen Erfahrungsbonus, was bedeutet, dass Kenia extrem schnell levelt und den Level-20-Power-Spike noch früher erreicht. Dies macht es zur perfekten Waffe gegen Kai (Käfer) und Bianka (Normal).
Die Rolle als VM-Nutzer
Abseits direkter Kämpfe übernimmt
Ibitak oft die undankbare, aber notwendige Rolle des VM-Nutzers. Es erlernt Fliegen, was für die Fortbewegung auf der Karte essenziell ist. In älteren Generationen, in denen VMs noch Platz im Moveset blockieren, ist Fliegen auf
Ibitak ein solider Kompromiss, da es zumindest vom STAB profitiert und auf der Karte nützlich bleibt, wenn seine Kampfkraft nachlässt.
Spin-offs & PvP: Warum Habitak in Pokémon GO und Little Cup versagt
Wer
Habitak abseits des klassischen Story-Modus nutzen möchte, wird schnell enttäuscht. In Pokémon GO ist
Habitak reines Kanonenfutter. Es dient ausschließlich dazu, Bonbons zu farmen und den Pokédex zu füllen. Für Raids fehlen ihm die Werte komplett.
Ibitak hat in der GO Kampfliga (Superliga) absolut keine Daseinsberechtigung. Ihm fehlen die nötigen Bulk-Werte, und sein Moveset (Pikser, Himmelsfeger, Bohrschnabel) generiert nicht genug Energie, um mit Meta-Fliegern wie
Panzaeron oder
Tauboss (mit Windstoß) mitzuhalten. Es verliert fast jedes neutrale Matchup.
Little Cup (NFE-Format)
Im kompetitiven
Smogon Little Cup (LC), wo nur unentwickelte Pokémon auf Level 5 antreten, sieht die Situation ähnlich düster aus.
Habitak wird hier komplett von
Dodu in den Schatten gestellt.
Dodu teilt sich die Normal/Flug-Typisierung, hat aber schlichtweg bessere Offensiv- und Initiative-Werte. Zudem hat
Habitak keine brauchbare Fähigkeit für das kompetitive Spiel. 'Adlerauge' verhindert lediglich Genauigkeitsverlust, was im PvP extrem situativ ist, und 'Superschütze' (Erhöhung der Volltrefferquote) ist ein reines Glücksspiel ohne verlässlichen strategischen Wert.
Konkurrenzanalyse: Taubsi, Dodri und Staralili
Die Frage, ob
Habitak gut ist, lässt sich am besten durch den Vergleich mit seinen direkten Konkurrenten beantworten. Im Early-Game Kanto gewinnt
Habitak den direkten Vergleich gegen
Taubsi deutlich.
Taubsi entwickelt sich erst auf Level 36 zu
Tauboss, während
Habitak auf Level 20 bereits zu
Ibitak wird und viel härter zuschlägt.
Sobald man jedoch im Mid-Game Zugang zu
Dodu (später
Dodri) erhält, verliert
Habitak seine Daseinsberechtigung.
Dodri hat einen signifikant höheren Angriff und eine höhere Initiative. Es lernt ebenfalls Bohrschnabel, schlägt aber schlichtweg härter zu und outspeeded mehr Bedrohungen.
Ibitak wird hier statistisch obsolet.
Der Power-Creep der späteren Generationen
Wenn wir
Habitak mit den 'Route 1'-Vögeln späterer Generationen vergleichen, wird sein Alter spürbar.
Staralili (
Staraptor) aus der vierten Generation definiert die Rolle des aggressiven Flug-Pokémon völlig neu.
Staraptor bietet die fantastische Fähigkeit Bedroher, Zugriff auf Nahkampf zur Coverage gegen Stahl- und Gesteins-Pokémon sowie Sturzflug.
Auch
Schwalbini (
Schwalboss) aus Hoenn ist
Habitak dank der Fähigkeit Adrenalin (Guts) und der Kombination aus Fassade und Heiß-Orb meilenweit überlegen.
Habitak bleibt ein Relikt der ersten Generation, das den Power-Creep der Franchise nicht überstanden hat und in modernen Spielen (wie BDSP) nur aus Nostalgie gespielt wird.
Faiblesses (honnête): Die harten Grenzen des Vogels
Die größte und offensichtlichste Schwäche von
Habitak ist seine extreme Fragilität. Jeder Treffer, der nicht resistiert wird, fügt massiven Schaden zu. Elektro-Attacken von
Magnetilo oder Gesteins-Würfe von
Kleinstein bedeuten meist das sofortige K.O. Es kann absolut keine Treffer einstecken.
Ein weiteres massives Problem ist die völlige Hilflosigkeit gegen Stahl-Pokémon. Da
Habitak keine Kampf- oder Boden-Attacken erlernt, ist es gezwungen, auszuwechseln, sobald ein
Panzaeron,
Stahlos oder
Magneton das Feld betritt. Diese Vorhersehbarkeit macht es für jeden halbwegs erfahrenen Gegner leicht auskonterbar.
Items und Wesen zur Schadensbegrenzung
Um Habitaks schwache Stats im Mid-Game auszugleichen, ist die Wahl des richtigen Wesens und Items Pflicht. Ein Frohes Wesen (+Init, -SpA) oder Hartes Wesen (+Angriff, -SpA) ist zwingend erforderlich, um überhaupt relevant zu bleiben.
Als Item empfiehlt sich im Story-Modus der Spitzschnabel, um den Schaden von Bohrschnabel um 20% zu pushen. Ein Wahlband wäre theoretisch stark, sperrt
Habitak aber in eine Attacke ein, was bei seinem stark begrenzten Movepool fatal sein kann, sobald der Gegner in eine Resistenz wechselt.
À éviter si…: Wann man Habitak definitiv in der Box lassen sollte
Nimm
Habitak niemals mit in die späten Phasen des Spiels, wenn du eine kompetitive oder stark optimierte Story-Team-Zusammenstellung planst. Ab dem siebten Orden (oder vergleichbaren späten Milestones) reicht der Basis-Angriff von
Ibitak einfach nicht mehr aus, um gegnerische defensiv starke Pokémon zu durchbrechen. Du verschwendest einen Teamslot.
Für PvP-Kämpfe (egal ob Einzel oder Doppel) solltest du
Habitak komplett ignorieren. Es hat weder die Werte noch die Fähigkeiten, um im VGC-Format oder in Smogon-Tiers auch nur den Hauch einer Chance zu haben. Es wird von jedem Meta-Flieger mit einem Schlag aus dem Spiel genommen.
Die besseren Alternativen
Wenn du einen schnellen physischen Angreifer mit Normal/Flug-Typisierung suchst, greife zu
Staraptor (für maximale Zerstörung dank Nahkampf),
Schwalboss (für Adrenalin-Fassade-Sweeps) oder zumindest
Dodri, welches
Ibitak in fast jedem Aspekt statistisch übertrifft.
Habitak erfüllt exakt einen Zweck: Es trägt dich durch die ersten 20 Level deines Kanto- oder Johto-Abenteuers und wird danach zum Fliegen-Taxi degradiert. Für mehr reicht es schlichtweg nicht.
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Häufige Fragen zu Habitak
Ist Habitak besser als Taubsi?
Im Early-Game ja. Habitak hat höhere Offensivwerte, entwickelt sich bereits auf Level 20 zu Ibitak (Taubsi erst auf Level 36 zu Tauboss) und lernt früh starke Attacken wie Bohrschnabel. Für die ersten Orden ist Habitak die deutlich bessere Wahl.
Was ist das beste Moveset für Habitak?
Für den In-Game-Verlauf (nach der Entwicklung zu Ibitak) ist das beste Set: Bohrschnabel, Kehrtwende, Rückkehr (oder Risikotackle) und Stahlflügel. Dieses Set maximiert den STAB-Schaden und bietet mit Kehrtwende wichtiges Momentum.
Warum ist Habitak im Late-Game so schwach?
Habitak (und Ibitak) leiden unter extrem niedrigen Defensivwerten und fehlender Attacken-Coverage. Ab dem Mid-Game können sie gegnerische Stahl- oder Gesteins-Pokémon nicht mehr durchbrechen und werden von fast jedem neutralen Treffer besiegt.
Lohnt sich Habitak in Pokémon GO?
Nein, absolut nicht. In Pokémon GO hat Habitak weder die nötigen WP für Raids noch das richtige Moveset oder den Bulk für die PvP-Kampfliga. Es dient lediglich dazu, Bonbons zu sammeln und den Pokédex zu vervollständigen.
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