Walraisa (Kompetitiv & Story)
Situativ. In der Hauptstory und in Casual-Playthroughs ist
Walraisa ein exzellenter Tank (A-Tier) dank massiver KP und der Fähigkeit Speckschicht. Im ernsthaften kompetitiven PvP (Gen 9) ist es jedoch unspielbar (Untiered), da ihm eine verlässliche Sofortheilung, Initiative und eine defensive Typisierung fehlen.
Fazit
Überragend für die Story und Pokémon GO, aber im modernen PvP von schnelleren Wallbreakern deklassiert.
Wertung 5/10 · Tier A in In-Game / Untiered im PvP · Rolle : Spezieller Tank / RestTalk-Staller
Stärken
- Hervorragender Bulk mit 110 KP und 90 Spezial-Verteidigung.
- Die Fähigkeit Speckschicht halbiert Feuer- und Eis-Schaden effektiv.
- Sehr zugänglich in Story-Modi (z.B. Legenden:
Arceus) mit frühem Zugriff auf starke STAB-Attacken.
Schwächen
- Keine verlässliche Sofortheilung (Genesung fehlt), zwingt zur Nutzung von Erholung.
- Wasser/Eis ist defensiv katastrophal (Schwächen gegen Kampf, Gestein, Pflanze, Elektro).
- Mit einer Initiative-Basis von 65 wird es von fast jedem offensiven Pokémon überholt.
Walraisa Basiswerte & Stats
BESTE KONTER
GRÖßENVERGLEICH
SPRITE-GALERIE
Typisierung und Basiswerte: Das Fundament von Walraisa
Walraisa definiert sich massiv über seine Wasser/Eis-Typisierung. Offensiv bietet diese Kombination eine nahezu perfekte neutrale Abdeckung im aktuellen Metagame, da nur sehr wenige Pokémon beide STAB-Attacken resistieren.
Defensiv ist diese Typenkombination jedoch ein massiver Nachteil. Schwächen gegen Kampf, Gestein, Pflanze und Elektro bedeuten, dass
Walraisa von den häufigsten Angriffsarten im Spiel extrem hart getroffen wird. Einwechseln in Tarnsteine kostet es sofort 25% seiner maximalen KP.
Seine Basiswerte retten dieses defensive Defizit teilweise. Mit grandiosen 110 KP und einer soliden Spezial-Verteidigung von 90 Punkten kann es spezielle Treffer problemlos einstecken. Der physische Bulk (80 Verteidigung) ist passabel, aber die katastrophale Initiative von 65 Punkten zwingt
Walraisa fast immer dazu, den ersten Schlag einzustecken.
Fähigkeiten und Movepool: Speckschicht als Lebensretter
Die Fähigkeit Speckschicht (Thick Fat) ist der einzige Grund, warum
Walraisa defensiv überhaupt funktioniert. Sie halbiert den einkommenden Schaden von Feuer- und Eis-Attacken.
Dadurch verliert
Walraisa seine eigentliche Neutralität gegen Feuer und wird zu einem exzellenten Konter gegen spezielle Feuer-Angreifer. Eishaut (Ice Body) ist in reinen Schnee-Teams eine Option, aber Speckschicht bleibt universell überlegen, da sie nicht vom Wetter abhängig ist.
Das beste Story- und Tank-Moveset
Der Movepool von
Walraisa ist stark auf Zermürbung ausgelegt. Da ihm eine verlässliche Sofortheilung wie Genesung fehlt, ist es zwingend auf Erholung (Rest) und Schlafrede (Sleep Talk) angewiesen.
- Item: Überreste (Leftovers)
- Fähigkeit: Speckschicht
- Attacken: Eisstrahl, Siedewasser (oder Surfer), Erholung, Schlafrede
- EVs: 252 KP / 252 Sp.-Vert. / 4 Vert. (Kühnes Wesen)
Dieses Set nutzt seine defensiven Stärken optimal aus. Siedewasser bestraft physische Angreifer mit einer Verbrennung, was Walraisas schwächere physische Seite schützt und es zu einer echten physischen Mauer macht, sobald der Burn sitzt.
Walraisa im kompetitiven Einzelkampf: Smogon-Tiers & Sets
Im ernsthaften kompetitiven Einzelkampf (Smogon-Tiers) spielt
Walraisa keine Rolle. In der aktuellen Generation 9 (National Dex) ist es 'Untiered', was bedeutet, dass es nicht einmal in den niedrigsten Ligen (ZU) ausreichend Nutzung findet.
Der Hauptgrund dafür ist der massive Powercreep. Moderne Wallbreaker schlagen schlichtweg durch seine Verteidigung, bevor es agieren kann. Zudem wird es von Pokémon wie
Suicune oder
Milotic, die bessere defensive Typisierungen oder Fähigkeiten besitzen, völlig deklassiert.
Das Horter-Set (Stockpile)
Wenn man es dennoch im PvP erzwingen will, ist das Horter-Set die gängigste Wahl für untere Tiers. Horter erhöht Verteidigung und Spezial-Verteidigung gleichzeitig um eine Stufe.
- Strategie: Einwechseln gegen ein passives Pokémon, Horter einsetzen, mit Erholung heilen.
- Risiko: Ein kritischer Treffer ignoriert die Horter-Boosts und zerstört
Walraisa sofort. Zudem blockiert Verhöhner (Taunt) das gesamte Set. - Offensive Alternative: Ein Wahlglas-Set (Choice Specs) mit Blizzard, Hydropumpe, Erdbeben und Ampelleuchte überrascht unvorsichtige Gegner, scheitert aber oft an der niedrigen Initiative.
Doppelkampf, VGC und Gen 9 Tera-Mechaniken
Im Doppelkampf und VGC-Format findet
Walraisa eine kleine Nische in Bizarroraum-Teams (Trick Room). Seine niedrige Initiative von 65 wird hier zum Vorteil, da es vor den meisten offensiven Bedrohungen angreifen kann.
Eissturm (Icy Wind) ist hier seine wichtigste Support-Attacke, um die Initiative beider Gegner zu senken. Dennoch wird es von etablierten VGC-Tanks wie
Porygon2 oder
Hutsassa (Amoonguss) in den Schatten gestellt.
Tera-Typisierungen in Karmesin & Purpur (NatDex)
Obwohl
Walraisa nicht im regionalen Pokédex von Paldea steht, simuliert das National Dex-Format seine Interaktion mit der Terakristallisierung. Diese Mechanik ist ein absoluter Game-Changer für den Eisbären, da sie seine katastrophale Typisierung behebt.
- Tera-Pflanze: Annulliert die Schwächen gegen Elektro und Pflanze und gewährt Immunität gegen Pilzspore.
- Tera-Fee: Bietet eine exzellente defensive Typisierung, um Kampf-Attacken von
Eisenhand (Iron Hands) abzufangen. - Tera-Gift: Absorbiert Giftspitzen beim Einwechseln und dreht das Matchup gegen Feen- und Kampf-Pokémon.
Gegen Top-Bedrohungen wie
Monetigo (Gholdengo) oder
Baojian (Chien-Pao) verliert
Walraisa ohne Terakristallisierung gnadenlos. Chien-Pao ignoriert den Bulk mit Heiliges Schwert, während
Monetigo immun gegen Toxin ist und mit Ränkeschmied aufsetzt.
Meister der Story: Casual Play und Legenden Z-A
Abseits des kompetitiven Stresses glänzt
Walraisa im Story-Modus.
Seemops (Spheal) ist in den meisten Spielen, in denen es vorkommt, relativ leicht zu fangen und entwickelt sich auf Level 44 zu
Walraisa.
In Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle oder Legenden:
Arceus ist es ein absolutes Monster für den Spielverlauf. Seine hohen KP machen es zu einem sicheren Anker gegen Arenaleiter und die Top Vier.
Vorteile im Spielverlauf
Walraisa lernt früh exzellente Attacken. Bodyslam, Aurorastrahl und später Eisstrahl per Level-Up reduzieren die Abhängigkeit von teuren TMs oder TRs.
- Es kann die wichtigen VMs Surfer, Kaskade und Taucher erlernen, was es zum perfekten Wasser-Pokémon für die Reise macht.
- In Legenden:
Arceus profitiert es massiv von der Krafttechnik-Mechanik, da ein geboosteter Eisstrahl fast jedes Drachen-Pokémon im Spiel (wie
Knakrack) mit einem Schlag besiegt.
Für Casual Play ist
Walraisa ein klares A-Tier. Es verzeiht Spielfehler durch seinen massiven Bulk und teilt mit STAB-Surfer hart genug aus, um gegnerische Teams im Alleingang abzuräumen. Im Hinblick auf kommende Titel wie Pokémon Legenden: Z-A bleibt es eine der zuverlässigsten Optionen für neue Playthroughs.
Häufige Konter und Schwachstellen: Wann man Walraisa meiden sollte
Man darf die eklatanten Schwächen von
Walraisa nicht ignorieren. Der größte Feind dieses Pokémon ist der Mangel an verlässlicher Sofort-Heilung (Reliable Recovery).
Erholung zwingt
Walraisa in den Schlaf. Ohne Schlafrede ist es zwei Runden lang reines Kanonenfutter. Das macht es extrem anfällig für konstanten Druck und Entry Hazards wie Tarnsteine (Stealth Rock).
Direkte Konter
Physische Angreifer mit Typvorteil zerlegen
Walraisa mühelos. Wenn du folgende Pokémon siehst, solltest du
Walraisa sofort auswechseln:
Eisenhand (Iron Hands): Ableithieb (Drain Punch) oder Donnerschlag heilen
Eisenhand oder zerstören
Walraisa sofort.
Meistagrif (Conkeldurr): Ein Tempohieb (Mach Punch) reicht oft als Finisher, ein Nahkampf (Close Combat) ist ein garantierter OHKO.
Katapuldra (Dragapult): Obwohl es eis-schwach ist, kann ein physisches
Katapuldra
Walraisa mit Kraftkoloss (Superpower) oder Drachentanz-Boosts überrennen.
Setze
Walraisa niemals gegen Teams ein, die stark auf Hazards und passive Schadensquellen wie Egelsamen (Leech Seed) setzen. Es wird schlichtweg zu Tode zermürbt, bevor es Schaden anrichten kann.
Optimale Team-Synergien und Alternativen
Um
Walraisa erfolgreich zu spielen, benötigt es zwingend die richtige Team-Unterstützung. Hazard Control ist absolute Pflicht, da die Schwäche gegen Tarnsteine seine Langlebigkeit ruiniert.
Ein Spinner wie
Riesenzahn (Great Tusk) oder ein Defogger wie
Krarmor (Corviknight) muss die Tarnsteine vom Feld räumen, bevor
Walraisa einwechselt.
Krarmor deckt zudem Walraisas Kampf- und Pflanzen-Schwächen perfekt ab.
Wunschtraum-Support und bessere Alternativen
Da
Walraisa keine eigene Genesung hat, profitiert es enorm von Wunschtraum-Supportern (Wish).
Heiteira (Blissey) oder
Pixi (Clefable) können massive KP-Mengen an
Walraisa weitergeben, sodass es nicht auf Erholung angewiesen ist.
- Bessere Alternative -
Suicune: Wenn du einen extrem defensiven Wasser-Tank suchst, bietet
Suicune bessere Defensivwerte, keine Gesteins-Schwäche und den effizienteren Gedankengut-Boost (Calm Mind). - Bessere Alternative -
Aggrostella (Toxapex): Für reine Zermürbung ist
Aggrostella mit Belebekraft (Regenerator) und Genesung um Welten besser geeignet.
Walraisa bleibt ein Liebhaber-Pokémon. Wer seine Schwächen mit dem richtigen Team abdeckt, bekommt einen soliden Tank für die Story, aber kompetitiv gibt es fast immer eine effizientere Wahl.
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Häufige Fragen zu Walraisa
Ist Walraisa besser als Lapras?
Nein, in den meisten Fällen ist Lapras überlegen. Lapras besitzt die Attacke Gefriertrockner (Freeze-Dry), die Wasser-Pokémon extrem effektiv trifft, und die Fähigkeit H2O-Absorber (Water Absorb), die ihm eine wertvolle Immunität verleiht. Walraisa punktet lediglich mit minimal besseren physischen Verteidigungswerten.
Was ist das beste Moveset für Walraisa?
Das effektivste Moveset ist das 'RestTalk'-Set. Es besteht aus Erholung (Rest), Schlafrede (Sleep Talk), Siedewasser (Scald) und Eisstrahl (Ice Beam). Als Item wählst du Überreste, gepaart mit der Fähigkeit Speckschicht und einer defensiven EV-Verteilung (KP und Sp.-Vert.).
Warum wird Walraisa im PvP nicht gespielt?
Es leidet unter drei fatalen Problemen: Einer extrem niedrigen Initiative (65), einer schlechten defensiven Typisierung (anfällig für Tarnsteine, Kampf, Elektro) und dem Fehlen einer verlässlichen Heil-Attacke wie Genesung. Moderne Wallbreaker besiegen es, bevor es agieren kann.
Lohnt sich Walraisa in Pokémon GO?
Ja, absolut! In Pokémon GO ist Walraisa ein Top-Tier-Pick in der Super- und Hyperliga. Voraussetzung ist allerdings, dass es die Community-Day-exklusiven Attacken Pulverschnee (Sofort-Attacke) und Eisspeer (Lade-Attacke) beherrscht, da diese extrem schnell aufladen und enormen Druck aufbauen.
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